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Konstruktion und Digitalisierung

Zeichnungsbestand digitalisieren: aus Papier werden CAD-Daten

Im Archiv liegen dreißig Jahre Konstruktionsarbeit — als Papier, als Mikrofilm, als PDF aus einem CAD-System, das es nicht mehr gibt. Jedes Mal, wenn ein Ersatzteil gebraucht wird, sucht jemand den Ordner. Wir machen aus dem Bestand wieder verwendbare CAD-Daten: geordnet, einheitlich, im System, mit dem Sie heute arbeiten.

Zeichnungen digitalisieren heißt nicht, sie zu scannen. Ein Scan ist ein Bild und bleibt es — man kann darin weder messen noch ändern. Digitalisiert ist eine Zeichnung erst, wenn ihre Geometrie als CAD-Daten vorliegt: als bearbeitbare 2D-Zeichnung oder als 3D-Modell mit abgeleiteter Zeichnung. Wir übernehmen das für einzelne Blätter genauso wie für ganze Bestände — mit Layer- und Namenskonventionen nach Ihrer Vorgabe, damit die Daten hinterher nicht nur existieren, sondern auffindbar sind.

Scannen und ablegen — oder als CAD-Geometrie neu aufbauen?

Die meisten Archive sind schon einmal digitalisiert worden: Jemand hat die Zeichnungen gescannt und als PDF gespeichert. Das rettet das Papier, aber nicht den Inhalt. Sobald ein Maß geändert, ein Teil gefertigt oder eine Baugruppe zusammengesetzt werden soll, beginnt die Arbeit von vorn — am Bild.

Scan als PDF ablegenAls CAD-Daten neu aufbauen
Was entstehtEin Bild der Zeichnung, Pixel für PixelGeometrie mit Maßbezug: Linien, Bögen, Bemaßung als Daten
MaßeNur lesbar, so gut der Scan ist — nicht messbarAuf die bemaßten Werte gesetzt, gegengeprüft, messbar
ÄnderungenNur durch NeuzeichnenMaß ändern, speichern, fertig
FertigungUmweg über händisches Abzeichnen, bei jedem Teil erneutDirekt in CAM, Laser, Fräse oder Drehmaschine
AuffindbarkeitNach Dateiname — der oft nur eine Scannummer istNach Artikelnummer, Benennung, Werkstoff, Baugruppe
AlterungDas PDF hält, der Inhalt bleibt so unbrauchbar wie zuvorSTEP und DXF sind offene Formate und werden noch in Jahrzehnten gelesen

Nicht jede Zeichnung im Archiv verdient den vollen Aufbau. Ein Bestand von zweitausend Blatt enthält vielleicht dreihundert, die noch gebraucht werden — die Teile einer Anlage, die weiterläuft, die Betriebsmittel, die nachgefertigt werden. Deshalb beginnt jedes Projekt mit der Sichtung: Was wird als CAD-Modell gebraucht, was als saubere 2D-Zeichnung, was reicht als Scan im Archiv.

Was Sie bekommen

  • Bearbeitbare 2D-Zeichnungen als DXF oder DWG — mit Layern, Bemaßung und Schriftfeld nach Ihrer Vorgabe.
  • Wo gewünscht, 3D-Modelle als STEP oder im nativen Format Ihres Systems, mit daraus abgeleiteter Zeichnung.
  • Einheitliche Dateinamen nach Artikelnummer und Benennung, damit der Bestand durchsuchbar wird.
  • Eine Übersichtsliste des Bestands: Was wurde wie digitalisiert, was blieb bewusst Scan.
  • Rückfragenprotokoll: Jede Stelle, an der die Vorlage widersprüchlich war, ist dokumentiert — nicht stillschweigend entschieden.

Was wir dafür brauchen

Zunächst nur einen Eindruck vom Bestand. Die Vorlagen selbst kommen als Scan, als Paket oder wir sichten sie vor Ort.

  • Eine grobe Zahl: Wie viele Blätter, und in welchen Formaten liegen sie vor — Papier, Mikrofilm, PDF, alte CAD-Dateien.
  • Zwei oder drei typische Beispiele als Foto oder Scan, damit wir Zeichnungsqualität und Alter einschätzen können.
  • Das Zielsystem: Welches CAD nutzen Sie heute, und gibt es Vorgaben zu Layern, Schriftfeld oder Dateinamen.
  • Die Priorität: Welche Teile werden aktiv gebraucht, welche sind Archiv.
  • Wenn vorhanden, eine Stückliste oder Artikelnummernliste — sie wird zur Struktur des Ergebnisses.

So läuft es ab

Vier Schritte vom Archiv zum CAD-Bestand. Bis zur Freigabe des Angebots entstehen keine Kosten — und bei großen Beständen beginnen wir mit einer Probecharge.

  1. Anfrage mit Beispielen

    Sie beschreiben den Bestand und schicken zwei, drei Beispielblätter — über das Formular oder als Antwort auf unsere Bestätigungsmail.

  2. Sichtung und Einteilung

    Wir sichten Umfang und Qualität, teilen ein — CAD-Modell, 2D-Zeichnung oder Scan — und legen mit Ihnen Konventionen für Layer und Dateinamen fest.

  3. Angebot, bei Bedarf mit Probecharge

    Sie erhalten ein Festpreis-Angebot. Bei großen Beständen zuerst für eine Probecharge, damit beide Seiten das Ergebnis kennen, bevor der Rest beauftragt wird.

  4. Lieferung in Chargen

    Der Bestand kommt in vereinbarten Tranchen — die dringenden Teile zuerst. Jede Charge enthält die Übersichtsliste und das Rückfragenprotokoll.

Was kostet das?

Bei einem Bestand zählt der Preis je Blatt — und der hängt davon ab, was aus dem Blatt werden soll. Eine bemaßte Einzelteilzeichnung als saubere 2D-DXF ist deutlich günstiger als dasselbe Blatt als 3D-Modell mit abgeleiteter Zeichnung. Deshalb steht am Anfang die Einteilung, und erst dann das Angebot — mit Blattpreisen je Kategorie, die Sie auf den Rest des Bestands hochrechnen können.

  • Zielformat je Blatt: Scan im Archiv, 2D-Zeichnung oder 3D-Modell mit Zeichnung.
  • Zustand der Vorlage: Ein sauberer Plot ist schneller erfasst als ein vergilbter Blaupausendruck mit handschriftlichen Änderungen.
  • Komplexität: Anzahl der Ansichten, Schnitte und Formelemente je Blatt.
  • Menge: Ab einigen Dutzend Blättern sinkt der Preis je Blatt spürbar, weil Konventionen und Schriftfeld nur einmal eingerichtet werden.
  • Vor-Ort-Sichtung, falls der Bestand das Haus nicht verlassen darf.

Anfrage, Sichtung und Einteilung sind kostenlos. Der angebotene Preis ist ein Festpreis je Charge; Abrechnung per Vorkasse, Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.

Projekt anfragen

Häufige Fragen

Wir haben unsere Zeichnungen schon gescannt. Ist das nicht schon digitalisiert?

Gerettet, ja. Digitalisiert im Sinne von verwendbar, nein. Ein Scan ist ein Bild: Man kann es ansehen und ausdrucken, aber weder darin messen noch ein Maß ändern noch daraus fertigen. Erst wenn die Geometrie als CAD-Daten vorliegt, lässt sich mit der Zeichnung arbeiten. Der Scan ist dafür eine gute Vorlage — das Papier muss nicht noch einmal aus dem Archiv.

Wie bildet sich der Preis bei mehreren hundert Blättern?

Über Blattpreise je Kategorie. Nach der Sichtung wissen wir, welcher Anteil des Bestands als 3D-Modell, welcher als 2D-Zeichnung und welcher gar nicht aufgebaut werden muss. Für jede Kategorie gibt es einen Preis je Blatt, der mit der Menge sinkt. Bei großen Beständen machen wir zuerst eine Probecharge zum Festpreis — dann kennen Sie Qualität und Kosten, bevor Sie den Rest freigeben.

Was passiert mit den Originalen?

Sie bleiben Ihre Originale. Papier, das eingeschickt wird, kommt versichert zurück, in dem Zustand, in dem es kam. Wenn der Bestand das Haus nicht verlassen darf oder soll, sichten und scannen wir vor Ort. Digitale Vorlagen — PDF, alte CAD-Dateien — löschen wir nach Projektende, sofern Sie nichts anderes wünschen.

Können Sie unsere Layer-, Schriftfeld- und Namenskonventionen übernehmen?

Ja, und das ist der wichtigste Teil des Projekts. Ein Bestand, der in Ihrem System nach Ihren Regeln liegt, wird benutzt; einer nach fremden Regeln liegt daneben und wird bald wieder nicht gefunden. Wir richten Layerstruktur, Schriftfeld, Dateinamen nach Artikelnummer und Benennung einmal ein und wenden sie auf jedes Blatt an. Gibt es noch keine Konvention, schlagen wir eine vor.

Können wir mit einem Teil des Bestands anfangen?

Das ist sogar der empfohlene Weg. Eine Probecharge von zehn bis zwanzig Blättern zeigt, wie das Ergebnis in Ihrem System aussieht, wie Rückfragen laufen und ob die Konventionen passen. Erst danach lohnt sich das Angebot für den Rest — und der Rest lässt sich nach Dringlichkeit staffeln: die Teile der laufenden Anlage zuerst, das Archiv später.

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