Erfassung vor Ort
Drohnenvermessung und Befliegung
Manches lässt sich vom Boden aus nicht aufnehmen: ein Hallendach, eine Halde, ein Betriebsgelände, die Fassade im vierten Obergeschoss. Wir fliegen das ab, rechnen aus den Aufnahmen ein maßhaltiges Modell und liefern, was Sie damit vorhaben — ein Orthofoto zum Messen, ein Geländemodell oder eine Bilddokumentation des Zustands.
Eine Befliegung nimmt hunderte überlappende Luftbilder auf, aus denen per Photogrammetrie ein maßstäbliches Abbild gerechnet wird. Daraus entsteht wahlweise ein Orthofoto — eine Luftaufnahme ohne perspektivische Verzerrung, in der sich direkt messen lässt —, ein Gelände- oder Dachmodell mit Höhen, oder eine Zustandsdokumentation in voller Auflösung. Der Flug selbst dauert meist unter zwei Stunden; wetterabhängig ist er allerdings immer.

Aus der Luft oder vom Boden — und wann welches
Drohne und LiDAR-Scanner lösen dieselbe Aufgabe von zwei Seiten. Die Drohne sieht alles von oben und ist schnell, kommt aber nicht unter ein Vordach. Der Scanner sieht alles, was vom Boden aus sichtbar ist, und ist genauer, braucht aber deutlich länger. Wer die Wahl falsch trifft, zahlt entweder zu viel oder bekommt Daten mit Löchern an genau den Stellen, auf die es ankam.
| Befliegung (Drohne) | Bodenscan (LiDAR) | |
|---|---|---|
| Sieht | Dachflächen, Gelände, Außenanlagen, Fassaden von oben | Innenräume und alles, was vom Boden aus sichtbar ist |
| Genauigkeit | Im Zentimeterbereich, abhängig von Flughöhe und Passpunkten | Im Millimeterbereich je Standpunkt |
| Dauer vor Ort | Meist unter zwei Stunden | Ein halber bis mehrere Tage |
| Grenzen | Wetter, Flugverbotszonen, verdeckte Bereiche unter Vordächern | Kein Blick auf Dachflächen, kein Überblick über große Gelände |
| Typisches Ergebnis | Orthofoto, Geländemodell, Bilddokumentation | Grundrisse, Schnitte, Punktwolke |
Für ein Betriebsgelände mit Hallen ist die Kombination der Regelfall: außen fliegen, innen scannen, beides in einem Koordinatensystem zusammenführen. Das ist eine Anfrage und ein Angebot, kein doppelter Auftrag.
Was Sie bekommen
- Ein Orthofoto des beflogenen Bereichs, maßhaltig und lagerichtig, als GeoTIFF und als PDF zum Ausdrucken.
- Auf Wunsch ein Gelände- oder Dachmodell mit Höhenangaben, aus dem sich Flächen und Volumen ableiten lassen.
- Die Einzelaufnahmen in voller Auflösung, wenn es um den Zustand geht — Risse, Verschmutzung, fehlende Ziegel.
- Abgeleitete Angaben nach Bedarf: Flächen, Höhenlinien, Volumen einer Halde.
- Eine Angabe zur Bodenauflösung und zur erreichten Lagegenauigkeit.
Was wir dafür brauchen
Die Lage des Objekts und den Zweck der Befliegung. Beides zusammen entscheidet über Flughöhe, Auflösung und darüber, ob eine Genehmigung nötig ist.
- Adresse oder Koordinaten des Geländes und ungefähr die Fläche.
- Den Zweck: Flächenermittlung, Zustandsdokumentation, Planungsgrundlage, Volumenberechnung.
- Die Erlaubnis des Eigentümers oder Betreibers, über dem Gelände zu fliegen.
- Hinweise auf Besonderheiten in der Nähe: Bahnanlagen, Freileitungen, Betriebsgelände Dritter, Wohnbebauung.
- Ein Zeitfenster. Wir brauchen trockenes Wetter und wenig Wind — ein fester Einzeltermin geht selten auf.

So läuft es ab
Fünf Schritte vom Anruf zum Ergebnis. Bis zur Freigabe des Angebots entstehen keine Kosten.
Anfrage
Sie nennen Lage, Fläche und Zweck. Ein Kartenausschnitt genügt uns für die erste Einschätzung.
Prüfung
Wir prüfen den Luftraum, nötige Genehmigungen und die sinnvolle Flughöhe für die gewünschte Auflösung.
Festpreis-Angebot
Sie erhalten ein Angebot mit benanntem Lieferumfang und dem Hinweis, wovon der Termin abhängt.
Befliegung
Wir fliegen im vereinbarten Zeitfenster bei passendem Wetter. Vor Ort sind wir meist unter zwei Stunden.
Auswertung und Lieferung
Aus den Aufnahmen wird gerechnet, geprüft und abgeleitet. Die Lieferung erfolgt digital, in der Regel binnen einer Woche.
Was kostet das?
Der Flug ist der kleinere Posten. Was den Preis bestimmt, ist die Auswertung: Ein Orthofoto ist gerechnet, ein Geländemodell mit abgeleiteten Volumen ist Arbeit. Die Pakete unten sind Einstiegsgrößen für ein durchschnittliches Gelände.
- Befliegung und Orthofoto
ab 1.200 €
Die Grundlage: eine maßhaltige Luftaufnahme, in der sich direkt messen lässt.
- Befliegung im Umkreis von 100 km, Fläche bis etwa fünf Hektar
- Orthofoto als GeoTIFF und PDF
- Bodenauflösung nach Absprache, üblich sind ein bis zwei Zentimeter
- Zustandsbefliegung
ab 1.600 €
Für Dächer, Fassaden und Anlagen, bei denen es auf das Bild ankommt und nicht auf das Maß.
- Systematische Aufnahme aller Flächen in voller Auflösung
- Bilddokumentation, nach Bereichen geordnet
- Übersichtsplan mit den Aufnahmestandorten
- Auffälligkeiten markiert und benannt
- Gelände- und Dachmodell
ab 2.400 €
Wenn Höhen gebraucht werden: Volumen, Gefälle, Entwässerung, Aufbauten.
- Befliegung mit Passpunkten für gesicherte Lage und Höhe
- Geländemodell und Höhenlinien als DXF
- Orthofoto zusätzlich
- Volumenberechnung für bis zu drei Bereiche
Anfrage und Einschätzung sind kostenlos. Angegeben sind Untergrenzen, keine Festpreise — der verbindliche Preis steht im Angebot. Größere Flächen, Anfahrt über 100 km und behördliche Genehmigungen werden gesondert ausgewiesen. Ein wetterbedingt verschobener Termin kostet nichts. Abrechnung per Vorkasse, Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
Projekt anfragenHäufige Fragen
Braucht es eine Genehmigung — und wer kümmert sich darum?
Das hängt vom Ort ab. Über einem freien Betriebsgelände außerhalb geschützter Bereiche ist der Flug in der Regel ohne weitere Erlaubnis möglich. In der Nähe von Flughäfen, über Wohngebieten, Bahnanlagen oder Naturschutzflächen sind Auflagen oder eine Zustimmung nötig. Wir prüfen das vor dem Angebot und kümmern uns um die Abstimmung. Was Sie beisteuern müssen, ist die Erlaubnis des Eigentümers, über dem Gelände zu fliegen.
Was passiert, wenn das Wetter nicht mitspielt?
Dann wird verschoben, und das kostet nichts. Wir brauchen trockene Verhältnisse und Wind unterhalb der Grenze, die die Drohne sicher hält; bei Flächenaufnahmen ist außerdem gleichmäßiges Licht wichtig, weil wechselnde Bewölkung Schatten über die Aufnahmen wandern lässt. Deshalb vereinbaren wir ein Zeitfenster statt eines festen Tages — bei einem Einzeltermin steht die Absage von vornherein im Raum.
Wie detailliert werden die Aufnahmen?
Das steuert die Flughöhe. Üblich ist eine Bodenauflösung von ein bis zwei Zentimetern je Bildpunkt — damit ist ein Gullydeckel klar erkennbar und eine Dachpfanne unterscheidbar. Für Rissdokumentation an einer Fassade fliegen wir näher heran und kommen in den Millimeterbereich, brauchen dafür aber mehr Aufnahmen und mehr Zeit. Sagen Sie uns, was auf dem Bild erkennbar sein muss, dann rechnen wir die Höhe daraus.
Lohnt sich das für eine Dachbegutachtung gegenüber Gerüst oder Hubsteiger?
Fast immer, wenn es um die Übersicht geht. Eine Halle ist in unter zwei Stunden lückenlos dokumentiert, ohne Aufbau, ohne Absturzsicherung, ohne dass jemand aufs Dach muss. Was die Drohne nicht ersetzt, ist das Anfassen: Ob eine Abdichtung noch haftet oder eine Platte tragfähig ist, sieht man auf keinem Foto. Die Befliegung sagt Ihnen, wohin der Handwerker steigen muss — nicht, was er dort findet.
Wir brauchen das Gebäude innen und außen. Sind das zwei Aufträge?
Nein, eine Anfrage und ein Angebot. Innen scannen wir mit dem LiDAR-Scanner, außen fliegen wir, und beide Datensätze werden in dasselbe Koordinatensystem gebracht — Grundriss und Dachfläche passen dann übereinander. Das ist der Regelfall bei Betriebsgeländen und günstiger als zwei getrennte Anfahrten. Die Innenaufnahme ist auf der Seite zum Gebäude- und Anlagenscan beschrieben.
Passend dazu
Innenräume, Hallen und Anlagen nehmen wir mit dem LiDAR-Scanner auf — außen fliegen, innen scannen ergibt zusammen ein vollständiges Bild. Und für die Grundlagen zum Nachlesen:
